Abkanten

Beim Abkanten handelt es sich um ein Verfahren, mit dem Blech in einem bestimmten Winkel gebogen wird. Ein Teil des Bleches wird dabei auf eine Maschine gelegt und durch ein Gewicht von oben fest auf die Ablagefläche gedrückt. Das restliche Blech steht nach vorne über und wird gegen die andere Blechseite nach oben gebogen. Dabei drückt ein mechanischer Arm von unten gegen das Blech und biegt dieses hoch. Der Winkel lässt sich durch den Arm beeinflussen. Für einen 90-Grad-Winkel klappt dieser senkrecht nach oben. Für größere Winkel verharrt er vorher und für kleinere geht er über die Senkrechte hinaus. In der Regel schaffen entsprechende Maschinen Abkantlängen von bis zu drei Metern.

 

Achse

Der Begriff Achse bezieht sich auf die Verwendung einer CNC-Maschine. Diese benötigt die Achsen zur Bewegungsorientierung für das jeweilige Blech. Die x-Achse stellt die horizontale, die y-Achse die vertikale und die z-Achse die räumliche Komponente dar. Zusätzlich gibt es auch Maschinen mit Drehachsen. Bei der Programmierung einer CNC-Maschine geben die Werte die genaue Position des Bleches bei jedem Schritt an. Die Mitte hat den Wert Null, nach rechts bzw. oben sind die positiven und nach links bzw. unten die negativen Werte zu finden.

 

Baustahl

Baustahl besteht hauptsächlich aus Eisen und weniger als 2,06 Prozent Kohlenstoff. Vorrangig kommt er beim Maschinen- und Stahlbau zum Einsatz. Unterschieden wird dabei nach unlegiertem und legiertem Baustahl. Unlegierter Stahl wird nach seiner Bestimmung, ob er für eine Wärmebehandlung geeignet ist (Stahlgruppen-Nummer 01 und 91) oder nicht (Stahlgruppen-Nummer 02 und 92), unterteilt. Niedriglegierter Stahl hat weniger als fünf Prozent Legierungselemente in sich. Bei hochlegiertem Stahl sind es hingegen mehr als fünf Prozent. In den Baustahlgruppen-Nummern ist alles über 50 legiert.

 

Beschichtung

Mithilfe einer Beschichtung ist das Blech vor Korrosion und Umwelteinflüssen geschützt. Durch die Schutzschicht erhöht sich die Lebensdauer. In der Regel werden hochwertige thermische Beschichtungen für Metall verwendet, die aus metallischen oder keramischen Legierungen bestehen. Die Beschichtung wird dabei nach der Bearbeitung eines Blechs aufgetragen, wenn dieses seine endgültige Form erreicht hat.

 

Biegen

Das Biegen stellt wie das Abkanten ein Verfahren zur Formgebung eines Bleches dar. Hierbei erfolgt die Erzeugung bestimmter Formen wie die V-Form und die U-Form. Über der Maschine befindet sich ein Arm, an dessen Ende ein Form-Positiv hängt. Dieses wird auf das darunter liegende Blech gedrückt. Unter diesem befindet sich ein Form-Negativ, in welches das Blech gedrückt wird. Bei maximaler Kraft nimmt das Blech die Form des Negativs an. Im Gegensatz zum Abkanten sind hier mehrere Biegungen hintereinander möglich. Unterschieden werden das freie Biegen, Gesenkbiegen, Prägebiegen und Drei-Punkt-Biegen.

 

Blech

Ein Blech ist eine dünne Platte aus Metall mit einer Stärke von mindestens 0,20 Millimetern, welche durch Auswalzen entsteht. Es wird in Tafeln in vier verschiedenen genormten Größen ausgeliefert und nach Bedarf zugeschnitten. Ein Merkmal für Bleche ist, dass Länge und Breite bedeutend größer sind als die Materialstärke. Bleche können aus nahezu jedem Metall hergestellt werden. In der Blechverarbeitung greifen Unternehmen häufig auf Stahl und Aluminium zurück. Das sogenannte Feinblech weist eine Dicke von weniger als drei Millimetern auf. Alles, was eine höhere Stärke hat, wird als Grobblech bezeichnet.

 

Biegeradius

Der Biegeradius gibt den inneren Radius der Biegestelle an. Je größer der ist, desto geringer ist die Bruchgefahr an dieser Stelle. Durch das Biegen verändert sich an der Biegestelle das Material. Bei einem kleinen Winkel wird mehr Kraft aufgewendet und das Material muss sich weiter ausdehnen. Dabei entsteht eine dünnere Materialstärke, die leichter brechen kann. Jedes Material hat deshalb einen Mindestbiegeradius, der nicht unterschritten werden darf.

 

CNC

Die Abkürzung CNC steht für „Computerized Numerical Control“, also eine numerische Computersteuerung. Dabei bekommt die entsprechende Maschine eine genaue Programmierung der Einstellungen, welche für die Verarbeitung der Bleche erforderlich sind. Eine Aufsichtsperson ist bei einer Maschine mit CNC nicht mehr nötig. CNC-Maschinen können viele Bleche in kurzer Zeit bearbeiten und erreichen dabei bei jedem Stück eine nahezu exakte Genauigkeit.

 

Dicke

Die Dicke eines Blechs ist für die Formgebung wichtig. Je dicker das Material, desto mehr Kraft muss von einer Maschine aufgewendet werden, um einen bestimmten Winkel zu erhalten. Weiterhin verändern sich auch die Werte für den Biegeradius und den erforderlichen Mindestrand. Werden diese Komponenten nicht an die Dicke des Bleches angepasst, kommt es zu Fehlbiegungen.

 

Matrize

Die Matrize, auch Gesenk genannt, ist der Formgeber beim Biegen eines Blechs. Dabei handelt es sich um eine Einbuchtung in einer bestimmten Form. In der Regel sind dies die V-Form oder die U-Form. Die Matrize liegt unter dem zu formenden Blech. Von oben wird mit einem großen Druck das Gegenstück in Form des Stempels auf das Blech gedrückt. Dieses wird dadurch in die Matrize gepresst und nimmt deren Form an. Um verschiedene Breiten und Formen beim Biegen zu erhalten, sind unterschiedliche Matrizen notwendig.

 

Stempel

Der Stempel ist die ausführende Kraft beim Biegen eines Blechs. Er ist an einem Arm befestigt und weist die gleiche Form wie die Matrize auf. Beide zusammen ergeben eine durchgängige Fläche, wenn sie ineinandergeschoben werden. Das Blech dazwischen nimmt beim Herunterdrücken die entsprechende Form an. Der Stempel gelangt mit einem hohen Druck auf das Blech und biegt dieses in die Matrize. Er sollte der Matrize hinsichtlich der Abmaße genau entsprechen.